Mobile Monday #34 – Mobile Communication, Chatbots & Co

 

Gestartet hat das Event mit einer Opening Keynote von Philipp Baldauf, welcher die Unterschiede von Chatbots zu anderen Technologien, wie z.B. Apps aufzeigte. Interessant war vor allem seine Einschätzung, was eine Technologie besitzen muss, um nachhaltig eine etablierte Rolle in der digitalen Landschaft einzunehmen.

Sind Chatbots nur ein Hype?

Den Chatbots fehlen Faktoren, die bei Technologien normalerweise gegeben sein müssen: Sie sind nicht besser, nicht schneller und nicht billiger als bekannte Technologien.
Aber Chatbots werden irreführend beschrieben. Chatbots sind Apps, die in einem Messenger leben, um einen bestimmten Use-Case zu erfüllen.
Der User erwartet aber einen universellen Assistenten.

Ausgegangen wird daher von einer Co-Existenz von Chatbots und Apps.

Philipp Baldauf führte in seiner Keynote auch interessante Fakten und Zahlen zu Chatbots im Gegensatz zu Apps an, welche eine eigene Einschätzung ermöglichen:

  • 25% der Apps werden nie genutzt
  • 25% werden direkt deinstalliert
  • 90% der Nutzer deinstallieren in den ersten 30 Tagen
  • 45% bewerten Apps negativ

Sind Apps dank Chatbots dem Untergang geweiht?

Weit gefehlt: 90% unserer mobilen Zeit verbringen wir in Apps und wir laden 8,8 neue Apps pro Monat.

Rechnet es sich für Unternehmen einen oder mehrere Chatbots zu entwickeln?

Pro Chatbots

  • Kein Wettbewerb
  • Voice Search
  • Multiplattform
  • Einfach zu entwickeln

Contra Chatbots

  • Keine UI
  • Nicht so einfach wie Apps zu finden
  • Starke Fragmentierung zwischen Messenger (z.B. Slack, FB-Messenger, etc.)
  • Keinen „App-Store”, als zentrale Anlaufstelle

Die Podiumsdiskussion

In der nachfolgenden Diskussion ging es sehr stark um Einsatzgebiete und Probleme mit den momentanen Chat-Bot Möglichkeiten.

TeilnehmerInnen

  • Jochen Hahn, Geschäftsführer Miss
  • Philipp Baldauf, CEO myAlfred
  • Barbara Ondrisek, CEO Chatbots Agency
  • Bernhard Hauser, CEO Oratio
  • Johannes Meindl, Marketing Manager Swell

Im Vergleich zu Apps, wird von Chatbots erwartet, dass diese eine Art „universeller Assistent“ sind und sehr viele Use-Cases abdecken. Dies führt jedoch häufig zu einer Enttäuschung, da Chatbots, vielmehr noch als Apps, auf einen Use-Case gebunden sein müssen, um eine reibungslose Interaktion mit dem Nutzer zu ermöglichen.

Diese Enttäuschung führt dazu, dass Nutzer einen Chatbot meistens nur 1x testen und auf Grund der schlechten Erfahrung nicht mehr verwenden möchten. Werden Chatbots jedoch auf den passenden Use-Case bezogen und intuitiv richtig angewendet, entsteht sehr viel Einsparungspotential auf Unternehmen- und Zufriedenheit auf Kundenseite.

Chatbots integrieren sich stark in die Social-Media Landschaft, weil sie dort aufscheinen, wo Menschen miteinander „sozial“ interagieren: In unseren Chat-und Messenger-Appsy.

Chatbots integrieren sich in unseren Alltag und können spezifische Aufgaben übernehmen – und zudem noch, wie ein Gesprächspartner mit „Sofort-Feedback“ aufwarten.

Mit Millionen von Menschen, die mobil und nicht mehr an den Desktop gefesselt, online gehen – dazu mit steigender Tendenz – ist der Bereich der Chatbots eine Innovation, welche Unternehmen und Konzerngrößen vor neue Herausforderungen stellt.

Der Mensch muss nur begreifen, wie der Chatbot in den eigenen Alltag integriert wird, um einen Mehrwert daraus zu erreichen.