Interview with the creators of WINPIN

MoMo: Jeder Österreicher fragte sich Anfang August was hinter den roten Punkten aus Fell mit Augen auf unzähligen Werbeplakaten in ganz Österreich steckte! WINPIN war die Lösung. Können Sie uns kurz das Konzept von WINPIN erklären (Prelaunch, Launch, Postlaunch)? Wer ist an diesem Projekt beteiligt?

WINPIN ist gelebte Medienkonvergenz für Marken und Konsumenten. Mit Pinnie und WINPIN geben wir Marken endlich ein Tool für zeitgemäße Kampagnen – nicht mehr klassische Rezeption, sondern Kommunikation mit den Konsumenten über eine Dialogplattform, von der Zielgruppen und Marken gleichermaßen profitieren.

Das Konzept ist einzigartig in Österreich und Europa. Es wurde 2 Jahre vorbereitet – trotzdem lernen wir täglich dazu und freuen uns, WINPIN permanent weiterzuentwickeln und neue Standards am Markt zu setzen.

Schon in der Anfangsphase konnten Konsumenten neue, für Werbung bisher ungewöhnliche Kommunikationskanäle ausprobieren. So haben wir z.B. dazu animiert mit Augmented Reality (Erweiterter
Realität) zu experimentieren. Denn wenn Konsumenten erst einmal mit einem Kommunikationskanal vertraut sind, ist der Weg frei für alle Marken, die diesen innovativen Kommunikationsweg nutzen möchten.

MoMo: Gab es Wahrnehmungsmessungen? Wie wird/wurde WINPIN wahrgenommen?


Ende August wurden von der gama 200 Menschen in Wien und weitere 550 österreichweit befragt. Das Ergebnis ist – gerade für eine Markeneinführung – erstaunlich: Bei der Wiedererkennung (Recognition-Test) gaben über 70% der Österreicher an, WINPIN und Pinnie zu kennen. Ein sensationeller Wert nach einem Monat.

Der Erfolgsfaktor ist aufzufallen und dabei sympathisch zu bleiben. Das hat WINPIN geschafft: Von mehr als der Hälfte der Interviewten wird der Auftritt als sehr auffällig und sympathisch empfunden. Alles in Allem hat die Kampagne die gesteckten Ziele sogar übertroffen und bei jedem zweiten Befragten sehr große bis große Neugierde geweckt.

MoMo: Wie viele Plakate hingen zu Top-Zeiten von WINPIN gleichzeitig in Wien? Wie viele SMS wurden geschickt?

Ohne Kultur:Plakat wurden je Flight 9.000 Plakate, City Lights und Rolling Boards aktiv bespielt. Dazu kommen Infoscreen, Megaboard und Verkehrsmittelwerbung (U-Bahn, Straßenbahn, Busse).
Mit der Kampagne wurden 170.000 Unique Clients auf die Website www.winpin.at geführt, wobei 5.000 aktive Teilnehmer über SMS mitgemacht haben (gepinnt haben).

MoMo: Welche Kanäle haben Sie zur Bewerbung von WINPIN verwendet? Wie wichtig waren hierbei die mobilen Kanäle?

Geworben wurde Out of Home auf Plakaten, Rolling Boards und City Lights sowie über Sonderwerbeformen, aber auch in TV, Radio, über Promotions und natürlich Online mittels Banner und Newsletter sowie in Social Media Kanälen. Die mobilen Kanäle waren von Anfang an durch QR-Codes und Augmented Reality eingebunden – dafür belohnt uns die Community jetzt: bereits knapp 50% pinnen und gewinnen mobil, 38% mit iPhone und Android App.

MoMo: Wie viele Teilnehmer gibt es bei WINPIN? Über welche Kanäle (mobile/App, SMS, Web, …) kamen die meisten Registrierungen/haben die meisten Personen mitgespielt?

Über 90.000 haben bereits aktiv gepinnt. Wenn wir diese Zahl über die verschiedenen Kanäle aufteilen, kommen wir auf: 52% Web, 38% App, 5% mobile Web und 5% SMS. Alleine die Registrierungen betrachtet kamen seit Beginn knapp 60% davon über mobile Endgeräte.

MoMo: Gerade zu Beginn von WINPIN äußerten Personen Bedenken bezüglich Datensicherheit/Weitergabe an Dritte. Wie steht man bei WINPIN hierzu?

Vorweg: WINPIN nimmt Datenschutz sehr ernst und hat sich zum Ziel gesetzt, Österreichs konsumentenfreundlichste Plattform zu sein. Am Anfang wurde Kritik laut die wir sehr ernst genommen haben.
Dr. Zeger von der ARGE DATEN hat ein Gutachten erstellt und dabei festgestellt, dass WINPIN alle Gesetze einhält und wenn alle Empfehlungen von ihm umgesetzt werden, Österreichs konsumentenfreundlichste Plattform ist. Und wir haben alle Empfehlungen umgesetzt.

MoMo: Wie war die Bereitschaft von Unternehmen bei WINPIN als Partner dabei zu sein?


Von Anfang an sehr hoch. Vor dem Launch gab es ja nichts Vergleichbares: WINPIN war sofort ein Thema bei allen relevanten Top-Marken in Österreich. Nach der Einführungsphase klopfen erfreulicherweise die ganz Großen von selbst bei WINPIN an und wollen dabei sein. Darum freuen wir uns schon auf die nächsten Jahre, die werden sicher sehr spannend.

MoMo: Sie haben auch Augmented Reality Element auf ihren Plakaten. Was versteckt sich dahinter, wie werden diese wahrgenommen?

Augmented Reality haben wir schon in der Anfangsphase eingeführt und das nicht nur auf Plakaten, überall konnte Pinnie zum Leben erweckt werden. Die Community hat die neue Technologie schnell und sehr gut angenommen. Die Neugierde ist da, jetzt liegt es an den teilnehmenden Marken, die Technologie für ihre Kampagnen zu nutzen – das Know-how liefert WINPIN gerne. Möglich ist fast alles: von animierter 3D Produktdarstellung, bis Minigames und interaktive Werbung. Im Jänner wird eine total tolle Kampagne mit AR laufen. Mehr verraten wir nicht.

MoMo: Wie geht es mit WINPIN weiter?

Der Markt, die Top-Marken und Konsumenten sind am Wort. Erfreulicherweise gibt es auch internationale Anfragen. Next Stops: Zürich, Berlin, New York.

 

Das Interview wurde mit Heimo Hammer und Bernhard Hofer von kraftwerk im Oktober 2011 geführt.